Bio Kaffee – Kaffeetrinken mit gutem Gewissen

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Kaffee anzupflanzen ist kompliziert, denn die Kaffeepflanze stellt einige Ansprüche. Trotzdem ist ein biologischer Anbau von Kaffee möglich. Ein Bio Kaffee muss zu 95% biologisch sein. Produkte, die sich mit dem Bio-Siegel schmücken dürfen, stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Man verzichtet beim Anbau auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, achtet auf das Gleichgewicht in der Tier- und Pflanzenwelt. Zwar dürfen Produkte mit dem Bio-Siegel laut Gesetz bis zu 0,9% genverändertes Material erhalten, viele Kaffeeproduzenten, die auf biologischen Anbau setzen, verzichten jedoch darauf. Kaffeepflanzen mögen weder Sturm, noch heftige Temperaturschwankungen. Zu viel Sonne ist ebenso wenig förderlich, wie zu nasse Wurzeln. Es soll nicht zu kalt und nicht zu trocken sein. Lieber sind der Kaffeepflanze gut durchlässige Böden. Schatten darf dagegen durchaus sein. Deshalb spricht nichts dagegen, Kaffeebäume gemeinsam mit anderen Gewächsen anzupflanzen und etwas für Nachhaltigkeit und Artenschutz zu tun, wie in Sumatra.

Zwar kann die Ernte unter Umständen etwas weniger ertragreich ausfallen, wenn die Sonneneinstrahlung weniger intensiv ist. Positiv ist diese Art der Bewirtschaftung dennoch, da im Wald die Temperaturen etwa stets im gleichen Bereich und die Kaffeebäume windgeschützt stehen. Die Bodenverhältnisse sind günstiger durch den hohen Humusgehalt. Mulchen und organisches Düngen befriedigt den extremen Nährstoffbedarf des Kaffees. Trotzdem hält man dabei die Regeln für den biologischen Anbau ein. Bevor das Kaffeebäumchen im Wald ausgepflanzt wird, muss es aus dem Kaffeesamen herangezogen werden. Ist es kräftig genug, pflanzt man es, ohne den empfindlichen Wurzeln zu schaden, reihenartig an. Nach rund vier, fünf Jahren trägt es erstmals Früchte. Um sich die spätere Ernte zu erleichtern, lässt man sie höchstens bis zu drei Meter hochwachsen. Ein regelmäßiger Schnitt ist für eine gleichmäßige Ernte wichtig. Im Alter von 15 Jahren tragen die Kaffeebäume die meisten Früchte. Ökonomisch nutzen lässt sich ein Kaffeebaum in der Regel bis maximal vierzig Jahre.

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Kaffee nimmt nach Erdöl den wichtigsten Rang der Exportgüter ein

Kaffee als wichtiger Rohstoff


Ca. 70 Länder bauen weltweit Kaffee an, wobei zwanzig Länder in Asien, Afrika sowie Süd- bzw. Mittelamerika als Spitzen-Kaffeeproduzenten auf dem Weltmarkt gelten. Das ergibt jährlich einen Ertrag von rund 7 Millionen Tonnen Kaffee. Mehr als fünf Tonnen sind für den Handel bestimmt und werden exportiert. Für ungefähr 25 Millionen Menschen ist der Kaffeeanbau das tägliche Brot. Das bedeutendste Land im Kaffee-Exportbereich ist Brasilien. Jährlich werden allein von Brasilien aus mehr als 1,3 Millionen Tonnen an Rohkaffee exportiert. Vietnam ist ein verhältnismäßig junges Kaffeeanbauland. Erst vor ungefähr zwanzig Jahren hat man begonnen, hier Kaffee anzupflanzen. Weitere wichtige Kaffeeproduzenten sind Kolumbien, Indonesien sowie Indien und Peru. Mexico und Costa Rica sowie Äthiopien gehören ebenso zu den Kaffeeländern. Als einer der größten Rohkaffeeabnehmer gilt die USA. Die Deutschen liegen nur knapp dahinter, gefolgt von Italien und Japan sowie Frankreich. In vielen südlichen Ländern, wie Burundi, Äthiopien oder Uganda ist der Kaffee ein entscheidender Devisenbringer. Die Ware Kaffee ist nicht zu unterschätzen und nahezu so bedeutend als Rohstoff wie Erdöl.

Von der Kaffeekirsche zum typischen Kaffeearoma

Nach der Ernte, die entweder per Hand oder mechanisch erfolgt, müssen die Kaffeebohnen von der Pergamentschale, einer Silberhaut sowie der Pulpe (dem Fruchtfleisch) befreit werden. Dazu gibt es das Nass- oder das Trockenverfahren. Erst dann erhält man den Rohkaffee. Beim Nassverfahren erfolgen Reinigung und Entfernung der Pulpe idealerweise an nur einem Tag. Im Anschluss trocknen die Früchte in der Sonne, bevor mithilfe von Maschinen noch das Silberhäutchen sowie die Pergamentschicht entfernt werden. Das Trockenverfahren ist die ältere Variante. Die Kaffeekirschen trocknen in der Sonne, bis sie in der Schale beim Schütteln ein klapperndes Geräusch erzeugen. Im Anschluss werden sie aufgebrochen, gesiebt sowie sortiert. Exportiert wird meist der Rohkaffee. Geröstet wird überwiegend in den Importländern. Der typische Kaffeeduft und das beliebte Aroma erreicht man durch die Verarbeitung des Rohkaffees, also mit dem Röstverfahren, bei dem physikalische und chemische Prozesse zusammenwirken. Hier kann man viel falsch machen. Sekunden entscheiden über die Kaffeequalität.