Milch und Milchpulver werden teurer

Milchpulver


Seit Mai 2013 sind die Preise für Milch und Milchpulver in die Höhe gestiegen. Der sogenannte „Kieler Rohstoffwert“, der sich aus den Preisen für Butter und Milchpulver errechnet, stieg im April um ungewöhnlich hohe 10% auf 39 Cent je Kg Milch. Im März dieses Jahres betrug dieser Wert noch35 Cent/kg – und im Vorjahr gar nur 25 Cent/kg.

Als Gründe für diese enormen Steigerungen werden zum einen die Ergebnisse der Preis-Verhandlungen zwischen den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel, sowie der lang anhaltende Winter, der die Kühe weniger Milch geben ließ, angeführt. Milchproduzierende Bauern hätten mit ihren Protesten der vergangenen Jahre und Monate diese "endlich fällige " Preiserhöhung über die Molkereien erfolgreich durchgesetzt, so ein Sprecher des Landwirtschaftsverbandes Bayern. Ein weiterer Faktor dieser Preissteigerung ist aber auch in der stark angestiegenen Nachfrage aus dem Ausland nach Milchpulveraus Deutschland, vor allem aus China, begründet.

Nach einigen tragischen Vorfällen in China mit verseuchter Milch, in deren Folge zahlreiche chinesische Babys und Kleinkinder starben und mehr als 300 000 an Nierensteinen erkrankten, hat der Privat-Import deutschen Milchpulvers nach China stark zugenommen. Das Vertrauen in die deutschen Produzenten von Baby- und Kindernahrung ist immens - und dieses Vertrauen hat Folgen: Hamsterkäufe von chinesischen Privatleuten und Kleinunternehmern hätten, so ein Sprecher von Milupa, zu massiven Engpässen und dem empfindlichen Preisanstieg bei Magermilch und Milchpulverprodukten geführt. Inzwischen reagieren die deutschen Drogerieketten mit einer strengen Rationierung und verweisen nun auch in diesem sensiblen Segment auf die verstärkte Kontrolle des Grundsatzes „Abgabe in handelsüblichen Mengen“.